Die Geschichte des jetzigen Gotteshauses beginnt 1982 mit einem Ideenwettbewerb,
der einen Streit zwischen den Anhängern einer Restaurierung und denen eines
Neubaues auslöste. Die Parteien einigten sich schliesslich in einem Kompromiss, s
odass der heutige Bau am 25. September 1988 von Bischof Henri Schwery eingeweiht
werden konnte.
Kirchturm, Sakristei, Chor und Hauptaltar der alten Kirche wurden erhalten.
Kirchenschiff und Portal wurden neu gebaut. Ganz aus Glas, in herrlicher Lage
über dem Dorf erstrahlt nun das neue Gotteshaus in der Sonne. Baustil und Form
lassen den Betrachter staunen, die Kühnheit des Baus überrascht. Der weite und
helle Raum eignet sich bestens für liturgische Feiern und Versammlungen.
Die Gründung der Pfarrei "Mage" (offizieller Name bis 1898) geht wahrscheinlich
ins 12. Jahrhundert zurück. Das Domkapitel von Sitten, Patron der Pfarrei,
gestattet dieser Gemeinde die bestehenden Abgaben abzulösen und sich vom Patronat
freizukaufen.
Im 19. Jahrhundert existierten in der Pfarrei mehrere Bruderschaften.
Ueber die erste Kirche in Mase, gibt es nur wenige schriftliche Zeugnisse. Es ist jedoch sicher, dass sie nicht vor 1255 gebaut wurde. Das erste Kirchlein war im Jahre 1705 zu klein und auch baufällig geworden, sodass unter Bischof Franz Josef Supersaxo ein Neubau begonnen wurde.
Ende des 19. Jahrhunderts war auch diese Kirche alt und verwittert. Nach der Katastrophe von Nax im Jahr 1909 (Einsturz des Kirchengewölbes während des Gottesdienstes) beschloss man in Mase eine neue Kirche zu bauen, den zwischen 1738 und 1749 erbauten Glockenturm jedoch stehen zu lassen.
Diese dritte Kirche wurde von Bischof Julius Abbet im Jahre 1912 eingeweiht. Das Innere des Schiffes war neugothisch und zeichnete sich durch seine Originalität aus. Das Fundament war jedoch schlecht gebaut und das Mauerwerk zeigte bald tiefe Risse, die sich durch das Erdbeben vom 25. Januar 1946 noch verschlimmerten.
Quelle: Catherine Raemy-Berthold: Les sanctuaries de Nax, Vernamiège, Mase et Saint-Martin.